20.02.2019

DKZV und Dienstleister – Wo ist der Unterschied?

Da wir dies immer wieder gefragt werden:


Kann man den Unterschied leicht erkennen? Ja. 

Ist das für einen unerfahrenen Autor schwer? Nein.






Wenn ein Unternehmen das Wort "Verlag" in seinem Namen oder seiner Geschäftsbeschreibung verwendet, vermittelt er seinen Kunden/Autoren dadurch deutlich, ein Verlag zu sein und seine Bücher zu VERLEGEN (er übernimmt Lektorat/Korrektorat, Buchsatz, Cover, Veröffentlichung, Werbung etc.). Verlangt der Verlag jedoch Kosten (egal, für welche Leistung und ob verdeckt oder "transparent") von den Autoren 
= ganz KLAR ein UNSERIÖSER DKZV/Pseudoverlag

Wenn ein Unternehmen (ohne das Wort "Verlag" im Namen oder in der Leistungsbeschreibung) ein Buch nur veröffentlicht, ob kostenfrei oder für eine Gebühr 
= ganz KLAR ein SERIÖSER Dienstleister
Wenn das Unternehmen zusätzlich z. B. ein kostenpflichtiges Lektorat oder eine Covererstellung anbietet, verlegt er nicht das Buch, sondern bietet Dienstleistungen an wie ein Lektor oder Grafiker. 


Verlegen bei einem DKZV ist nicht gleich veröffentlichen bei einem Dienstleister – aber beides ist nicht gratis. Es kommt jedoch darauf an, bei wem man für was zahlt: 

Ein Dienstleister hat Kosten für seine Aufwendungen. Diese erhält er in Form von Honorar oder Gebühren oder Anteilen vom Buchverkauf. 
Der Autor ist sein eigener Verleger, behält alle Rechte an seinem Buch (ist vertraglich bis maximal ein Jahr gebunden), erhält für sein Geld ein korrektes Buch und eine korrekte monatliche Abrechnung 
= ganz klar SERIÖS

Ein Zuschussverlag/DKZV/Pseudoverlag hat keine Kosten für seine Aufwendungen, die zahlt der Autor inkl. Gewinn. Zusätzlich erzielt der DKZV weitere Gewinne über den Buchverkauf. 
Der Autor hat das Vertriebsrecht für sein Buch abgegeben (meist für sehr viele Jahre) und erhält für sein Geld weder ein korrektes Buch noch korrekte Abrechnungen  
= ganz klar UNSERIÖS


VORSICHT: Betrüger auf Buchmessen!

Die Buchmesse Leipzig findet vom 21. bis 24. März 2019 statt. Passt auf euch und eure Manuskripte auf, denn viele DKZV sind dort präsent. Prüft  Verträge, die euch angeboten werden, in Ruhe zu Hause und unterschreibt nur, wenn ihr nichts zahlen müsst, auch nicht für spätere Werbung, Messen o. Ä. Seriöse Verlage nehmen für NICHTS Geld, jedoch auch nicht jedes angebotene Manuskript, da sie vorfinanzieren.

Ebenso sind auf den Buchmessen und im Internet Betrüger unterwegs, die Selfpublisher beraten und betreuen. Einer z. B. leitete früher einen jetzt noch aktiven DKZV und ist heute selbst ernannter Prinz und Autorenberater mit gleicher Einnahmequelle, ein anderer sammelt im Internet Infos für Selfpublisher und verkauft sie teuer in einem "Sachbuch". Ein in Insolvenz gegangener Ex-DKZ-Verleger hat sich darauf spezialisiert, Pressetexte zu verkaufen und damit Bücher zu bewerben ... Es gibt noch viele mehr, daher seid auf der Hut, was euch geboten wird. 

Seit vielen Jahren läuft das Geschäft mit dem Betrug und der Abzocke. Wie in dem Archivartikel »Mit Herzblut in den Ruin« (aus DER SPIEGEL 35/2000) sehr gut dargestellt, wurden zwar noch DM abgezockt, ansonsten wetteifert eine Schar von Zuschussverlegern nach wie vor um Gunst und Geld der unerfahrenen Autoren  und beuten sie skrupellos ausBerichtet wird u. a. über die DKZ-Verleger: 
> Ruprecht Frieling (Frieling-Verlag, Berlin) riet in einem "ehrlichen" Standardbrief Autoren, den "Einsatz als Totalverlust" abzuschreiben (heute berät er Selfpublisher und verkauft Autoren-Ratgeber). 
> Rita G. Fischer (R. G. Fischer-Verlag/Edition Fischer, Frankfurt) macht Autoren als Grund für Kostenzuschüsse weis, dass der Etat für das Verlagsprogramm angeblich voll ausgeschöpft sei. Auch die "zufällige" Verwechslung mit dem angesehenen S. Fischer-Verlag stört die DKZ-Verlegerin nicht.
Markus Hänsel-Hohenhausen (Goethe-Gesellschaft Frankfurt mbH/Fouqué-Literaturverlag, Frankfurt) nutzt die gewollte Verwechslung mit der seriösen wissenschaftlichen Goethe-Gesellschaft Weimar für seine unseriösen Zwecke.

Artikel als PDF ansehen oder online lesen.

29.08.2018

5 Jahre Initiative "NEIN-zu-DKZV"

Seit 5 Jahren besteht unser Team NEIN-zu-DKZV. Solche Jubiläen müssen gefeiert werden, wenn auch das Thema, um das wir uns kümmern, nicht zum Lachen ist. Viele der großen Autorenverbände kämpfen schon viel länger als wir gegen die Abzocker und Betrüger der Buchbranche, ihnen gehört unsere Achtung. Jedoch müssen wir ehrlich berichten, dass wir das damals nicht wussten, sondern durch eigene, unschöne Abzockerfahrungen mit solchen Pseudoverlagen das Bedürfnis hatten, öffentlich davor zu warnen.
Selbst in der Branche tätig, daher gut gerüstet und allseitig informiert, gründeten wir am 29.08.2013 die Aufklärungsinitiative NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen und informierten mit dem inzwischen bekannten roten Button schon in unserem ersten Blog (der durch Umstrukturierung des Anbieters aufgegeben werden musste) über die Machenschaften der vielen Zuschussverlage. In diesem Zusammenhang erfuhren wir von einer Liste und der langjährigen Aufklärungsarbeit von Autorenverbänden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir durften nach Anfrage die dort eruierten und gelisteten Zuschussverlage übernehmen und als Liste bekannter Pseudoverlage/DKZV selbst veröffentlichen, die nunmehr sowohl gewachsen als auch aktuell gepflegt wird und den ebenso inzwischen bekannten blauen Button erhielt. Sie hat schon viele Autoren davor bewahrt, einen Vertrag zu unterschreiben, wenn nach Information im Netz der angebliche Verlag auf den Listen steht. Ganz ehrlich: Das freut uns jedes Mal diebisch :-)
Eine solch breite Öffentlichkeitswirksamkeit konnte jedoch nur mit Engagement, der Bereitschaft, viel private Zeit zu opfern, sowie guten Ideen erreicht werden. Als ein bekannter Dienstleister anbot, E-Books für 0 € Verkaufspreis zu verlegen, veröffentlichten wir im Juli 2015 und im Juni 2017 in 2. Auflage das dauerhaft kostenfreie E-Book "Pseudoverlag? Nein, danke!" bei allen bekannten Onlinehändlern im MOBI- und ePUB-Format, weiterhin gibt es dieses als PDF und als Magazin/E-Paper. Alle Ausgaben halten bis heute eine respektable Platzierung bzw. werden gut frequentiert. Das freut uns umso mehr, denn es zeigt, dass viele Autoren und Interessierte dieses E-Book gelesen haben und vor den DKZV gewarnt sind.
Weitere Aktionen und Infoträger wie der Button als Anstecker, Buchmesse-Aktionen, Lesezeichen, unsere Fb-Seite etc. erreichen und informieren weitere Autoren, bevor sie den Pseudoverlagen auf den Leim gehen. Man kann keineswegs davon ausgehen – wie es leider einige Leute öffentlich kundtun –, dass durch die vermehrte Aufklärung selbige nicht mehr nötig sei bzw. die DKZV vom Aussterben bedroht seien. Wenn dem so wäre, wäre das toll und wir hätten in dieser Form nichts mehr zu tun. Das ist jedoch nicht der Fall, es muss weiterhin Aufklärung betrieben werden, denn es gibt leider nach wie vor Druckkostenzuschussverlage, ob alteingesessene "bekannte" oder ständig neue mit verdeckten Zuschüssen bzw. unseriösen "Begleiterscheinungen". 
Für das Ziel, so viele Autoren wie möglich über unseriöse Verlage und deren Machenschaften zu informieren, arbeiten wir natürlich immer weiter, auch oft hinter den Kulissen, und wir bemühen uns, die Aufklärungsarbeit konsequent und dauerhaft weiterzuverbreiten und im Netz jederzeit auffindbar zu halten. Das ist für uns selbstverständlich, nicht nur die nächsten 5 Jahre ...
Wir freuen uns im Namen aller aufzuklärenden Neu-Autoren immer sehr, wenn unsere Informationen, Beiträge, Buttons geteilt oder unsere Initiative in Artikeln im Netz genannt und verlinkt werden und damit die wichtige Aufklärung weiterverbreitet wird. Vielen Dank.
Seien Sie weiterhin wachsam und prüfen Sie gut, was Sie unterschreiben,
Ihr Team von NEIN-zu-DKZV

13.04.2018

Windsor Verlag digital koordiniert abgetaucht

Der bekannte Zuschussverlag/DKZV Windsor Verlag aus Hamburg ("Briefkasten-Adresse", Teil der Windsor Group in den USA) hat sich bereits im März 2018 sang- und klanglos bzw. digital koordiniert aus dem Staub gemacht. Über Nacht sollen – wie das digitale Wirtschaftsmagazin Conplore berichtet – sowohl die drei Mitarbeiterinnen (eine Dame hat offensichtlich gar nicht existiert) als auch der Verlag von allen Plattformen und aus dem Telefonnetz verschwunden sein. Der Chef Eric J. Somes gilt scheinbar seit Anfang des Jahres in China als "verschollen".  
Unter Missachtung von Verträgen und geltendem Recht hat sich der Windsor Verlag geplant aufgelöst und wissentlich Autoren mit ca. 750 gelisteten Büchern geschädigt, nebenbei wohl auch einige Steuern hinterzogen. Kriminell, sagt man dazu.
Betroffenen Autoren wird angeraten, umgehend Strafanzeige zu stellen. Wer desweiteren einen Anwalt beauftragen möchte, den machen wir darauf aufmerksam, dass dies weitere Kosten verursacht. Wir empfehlen daher, seinen juristischen Vertreter gut zu wählen – nicht, dass er in einem gegenteiligen Verfahren einen anderen bekannten DKZV vertreten hat oder aktuell vertritt ... 
Dieser Pseudoverlag stand und steht seit Tag 1 auf unserer Liste, trotz massiver Drohungen seitens der Verlagsleitung und dessen Animateurinnen. Nun freuen wir uns für alle von ihm verschonten Neu-Autoren, dass wir hinter die Listung "nicht mehr vorhanden" schreiben können.

29.03.2018

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