Mittwoch, 29. August 2018

5 Jahre Initiative "NEIN-zu-DKZV"

Seit 5 Jahren besteht unser Team NEIN-zu-DKZV. Solche Jubiläen müssen gefeiert werden, wenn auch das Thema, um das wir uns kümmern, nicht zum Lachen ist. Viele der großen Autorenverbände kämpfen schon viel länger als wir gegen die Abzocker und Betrüger der Buchbranche, ihnen gehört unsere Achtung. Jedoch müssen wir ehrlich berichten, dass wir das damals nicht wussten, sondern durch eigene, unschöne Abzockerfahrungen mit solchen Pseudoverlagen das Bedürfnis hatten, öffentlich davor zu warnen.
Selbst in der Branche tätig, daher gut gerüstet und allseitig informiert, gründeten wir am 29.08.2013 die Aufklärungsinitiative NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen und informierten mit dem inzwischen bekannten roten Button schon in unserem ersten Blog (der durch Umstrukturierung des Anbieters aufgegeben werden musste) über die Machenschaften der vielen Zuschussverlage. In diesem Zusammenhang erfuhren wir von einer Liste und der langjährigen Aufklärungsarbeit von Autorenverbänden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir durften nach Anfrage die dort eruierten und gelisteten Zuschussverlage übernehmen und als Liste bekannter Pseudoverlage/DKZV selbst veröffentlichen, die nunmehr sowohl gewachsen als auch aktuell gepflegt wird und den ebenso inzwischen bekannten blauen Button erhielt. Sie hat schon viele Autoren davor bewahrt, einen Vertrag zu unterschreiben, wenn nach Information im Netz der angebliche Verlag auf den Listen steht. Ganz ehrlich: Das freut uns jedes Mal diebisch :-)
Eine solch breite Öffentlichkeitswirksamkeit konnte jedoch nur mit Engagement, der Bereitschaft, viel private Zeit zu opfern, sowie guten Ideen erreicht werden. Als ein bekannter Dienstleister anbot, E-Books für 0 € Verkaufspreis zu verlegen, veröffentlichten wir im Juli 2015 und im Juni 2017 in 2. Auflage das dauerhaft kostenfreie E-Book "Pseudoverlag? Nein, danke!" bei allen bekannten Onlinehändlern im MOBI- und ePUB-Format, weiterhin gibt es dieses als PDF und als Magazin/E-Paper. Alle Ausgaben halten bis heute eine respektable Platzierung bzw. werden gut frequentiert. Das freut uns umso mehr, denn es zeigt, dass viele Autoren und Interessierte dieses E-Book gelesen haben und vor den DKZV gewarnt sind.
Weitere Aktionen und Infoträger wie der Button als Anstecker, Buchmesse-Aktionen, Lesezeichen, unsere Fb-Seite etc. erreichen und informieren weitere Autoren, bevor sie den Pseudoverlagen auf den Leim gehen. Man kann keineswegs davon ausgehen – wie es leider einige Leute öffentlich kundtun –, dass durch die vermehrte Aufklärung selbige nicht mehr nötig sei bzw. die DKZV vom Aussterben bedroht seien. Wenn dem so wäre, wäre das toll und wir hätten in dieser Form nichts mehr zu tun. Das ist jedoch nicht der Fall, es muss weiterhin Aufklärung betrieben werden, denn es gibt leider nach wie vor Druckkostenzuschussverlage, ob alteingesessene "bekannte" oder ständig neue mit verdeckten Zuschüssen bzw. unseriösen "Begleiterscheinungen". 
Für das Ziel, so viele Autoren wie möglich über unseriöse Verlage und deren Machenschaften zu informieren, arbeiten wir natürlich immer weiter, auch oft hinter den Kulissen, und wir bemühen uns, die Aufklärungsarbeit konsequent und dauerhaft weiterzuverbreiten und im Netz jederzeit auffindbar zu halten. Das ist für uns selbstverständlich, nicht nur die nächsten 5 Jahre ...
Wir freuen uns im Namen aller aufzuklärenden Neu-Autoren immer sehr, wenn unsere Informationen, Beiträge, Buttons geteilt oder unsere Initiative in Artikeln im Netz genannt und verlinkt werden und damit die wichtige Aufklärung weiterverbreitet wird. Vielen Dank.
Seien Sie weiterhin wachsam und prüfen Sie gut, was Sie unterschreiben,
Ihr Team von NEIN-zu-DKZV

Freitag, 13. April 2018

Windsor Verlag digital koordiniert abgetaucht

Der bekannte Zuschussverlag/DKZV Windsor Verlag aus Hamburg ("Briefkasten-Adresse", Teil der Windsor Group in den USA) hat sich bereits im März 2018 sang- und klanglos bzw. digital koordiniert aus dem Staub gemacht. Über Nacht sollen – wie das digitale Wirtschaftsmagazin Conplore berichtet – sowohl die drei Mitarbeiterinnen (eine Dame hat offensichtlich gar nicht existiert) als auch der Verlag von allen Plattformen und aus dem Telefonnetz verschwunden sein. Der Chef Eric J. Somes gilt scheinbar seit Anfang des Jahres in China als "verschollen".  
Unter Missachtung von Verträgen und geltendem Recht hat sich der Windsor Verlag geplant aufgelöst und wissentlich Autoren mit ca. 750 gelisteten Büchern geschädigt, nebenbei wohl auch einige Steuern hinterzogen. Kriminell, sagt man dazu.
Betroffenen Autoren wird angeraten, umgehend Strafanzeige zu stellen. Wer desweiteren einen Anwalt beauftragen möchte, den machen wir darauf aufmerksam, dass dies weitere Kosten verursacht. Wir empfehlen daher, seinen juristischen Vertreter gut zu wählen – nicht, dass er in einem gegenteiligen Verfahren einen anderen bekannten DKZV vertreten hat oder aktuell vertritt ... 
Dieser Pseudoverlag stand und steht seit Tag 1 auf unserer Liste, trotz massiver Drohungen seitens der Verlagsleitung und dessen Animateurinnen. Nun freuen wir uns für alle von ihm verschonten Neu-Autoren, dass wir hinter die Listung "nicht mehr vorhanden" schreiben können.

Donnerstag, 29. März 2018

Holen Sie sich den Button für Ihre Website/Blog

Schenken Sie dem fairen Umgang mit Autoren ein Like oder teilen Sie die wichtigen Informationen. Wir freuen uns über Ihre Mithilfe zur Aufklärung über Zuschussverlage. Vielen Dank. 

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Der Button "Nein zu Druckkostenzuschuss-Verlagen" für Ihre Website/Blog:
Klick mit der rechten Maustaste auf das Bild, "Bild speichern unter ..." und verlinken mit unserer Info-Seite:
http://neinzudruckkostenzuschussverlagen.blogspot.de

Sonntag, 9. Juli 2017

Mit Herzblut in den Ruin

Seit vielen Jahren läuft das Geschäft mit der Abzocke. In dem Archivartikel (aus DER SPIEGEL 35/2000) wurden zwar noch DM abgezockt, ansonsten wetteifert eine Schar von Zuschussverlegern nach wie vor um Gunst und Geld der unerfahrenen Autoren - und beuten sie skrupellos aus.
Berichtet wird u. a. über die DKZV-Verleger Rita G. Fischer, Ruprecht Frieling und Markus Hänsel-Hohenhausen.
Aus Lizenzgründen können wir leider den Beitrag hier nicht veröffentlichen, jedoch lohnt es sich, auf die verlinkte Seite oder das PDF zum Beitrag zu klicken.
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Montag, 26. Juni 2017

Marketing

Wir haben in der letzten Zeit viel recherchiert, um euch über neue Abzockmodelle in der Buchbranche zu informieren.
Neben den bekannten Druckkostenzuschussverlagen tun sich laufend weitere Märkte auf, um ahnungslosen Autoren in die Tasche zu greifen, z. B.:



  • Einige Unternehmen werben damit, Bücher bekanntzumachen, ohne die Erfahrung und das notwendige Know-how zu besitzen.
  • Agenturen bieten sogar Groupies für Autoren an, die ein Buch bis zum Erbrechen auf sozialen Medien posten.
  • Ein in Insolvenz gegangener Ex-DKZV-Verleger hat sich darauf spezialisiert, Pressetexte zu verkaufen und damit „euer“ Buch zu bewerben - von der Qualität der Texte ganz zu schweigen ...
  • Ein anderer berät heute Selfpublisher und veröffentlicht Ratgeber ...
  • Diverse Firmen versuchen, unerfahrenen Autoren sinnlose Marketingstrategien aufzuschwatzen, wobei sie im Hintergrund mit Pseudoverlagen zusammenarbeiten, um doppelt abzuzocken.

Wir empfehlen rund um das Marketing, alle Angebote intensiv zu prüfen, notfalls einen Juristen zu befragen oder euch im Netz sachkundig zu machen. Aus rechtlichen Gründen können wir euch diese Agenturen nicht namentlich nennen. Seid vorsichtig beim Unterschreiben von Verträgen. Wir wünschen euch eine gute Zeit.

Mittwoch, 21. Juni 2017

"Dipl.-Autor" ab 1.500 €!

Achtung: 
Wir werden immer wieder von neuen Geschäftsmodellen informiert, die ihre Zuschüsse hinter einem sogenannten "Literatur-Studium" ohne Professoren, hübschen Urkunden oder lockenden Anthologien "verstecken". Ein besonderes Beispiel (siehe Bild, Screenshot vom 21.06.17) möchten wir euch nicht vorenthalten. Die Vereinsmitglieder übernehmen in ihrem "Studium" Dienstleistungen rund um die Bücher, die Einnahmen gehen größtenteils an den Verlag, ohne dass er in Vorkasse gehen muss ... Ein eiskaltes Schneeballprinzip vom Feinsten. Es geht auch in diesem Fall nicht um eine Listung oder Misskreditierung, sondern um reine Information, sodass Autoren genau prüfen können und auch sollten, auf was sie sich einlassen.
Nachsatz 23.06.17: Der Text bzgl. der Kosten für das "Diplom" sowie die AGBs wurden zwischenzeitlich auf der Website gelöscht bzw. "angepasst" ...

 

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